|
Der alte Friedhof
in Bad Wildungen (Kernstadt)
(Teil 13)
Nr. 30 des Übersichtsplans
Grabstein Krüger: Das am weitesten im Südwesten des Alten Friedhofs verbliebene Grabmal. Ca. 140 cm hoch, am Fuß 80 cm lang, an der Krone 65 cm. Etwas erhaben ist eine Platte in dem massiven Stein angebracht. Stein und Platte sind oben leicht gerundet. Die Platte trägt die Inschrift:
Hier ruhen in Gott unsere lieben Eltern
Sanitätsrat Dr. Julius Krüger geb. 14. November 1830, gest. 10. Juni 1891. Auguste Krüger geb. Hütteroth geb. 20. October 1833, gest. 1. Mai 1896. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Hermann Julius Krüger war seit 1856 in Wildungen als Arzt tätig, 1861 Brunnenarzt, fungierte im Krieg 1870/71 als Lazarettarzt und erhielt 1874 den „Charakter eines Preußischen Sanitätsrates“. Bis 1856 war er Besitzer der Engel-Apotheke. Krüger war sicherlich einer der beliebtesten Mediziner überhaupt. Er starb 1891 in Göttingen. Ein Bronzebildnis (s. unten) wurde ihm im Jahre 1894 in der Nähe der Wandelhalle errichtet.
Nr. 31 des Übersichtsplans
Grabmal Soff: Ursprünglicher Standort. Der Grabstein steht jetzt an anderer Stelle (Nr. 19).
Nr. 32
Grabmal Casanova: Hier war der ursprüngliche Standort. Jetzt an Nr. 29.
Nr. 33
Gedenkstein Rothauge (II): Der Stein stand früher an anderem Ort (Nr. 34), war zeitweise nicht auf dem Alten Friedhof vorhanden. Er wurde auffällig renoviert. Die Inschrift lautet:
Gewidmet
dem Andenken des Seemanns Wilhelm Rothauge Geboren den 24. Dez. 1885 in Bad Wildungen untergegangen am 28. Okt. 1904 im Taifun, mit der Viermastbark "Robert Rickmers" im Stillen Ocean. 1 Mose 5. Vers 24. Gott nahm ihn hinweg, und ward nicht mehr gesehen.
Nr. 34
Gedenkstein Rothauge: Ursprüglicher Standort des Steins, der jetzt weiter nordöstlich steht (Nr. 33).
Nr. 35
Seit ca. 2000 Standort eines auffälligen Grabsteins, der einem gestutzten Baumstumpf nachgebildet ist. Der ursprüngliche Standort ist nicht bekannt, manches deutet darauf hin, dass er früher ca. fünf Meter nordöstlich des neuen Standorts des Grabsteins Fuchs (Nr. 18) stand.
Nr. 36
Grabstelle Danz: Bis Anfang September 1997 aus zwei Teilen bestehend. In eine Steinplatte ist eine metallische Schrift eingelassen. Der Rahmen der Platte ist dgl. metallisch gerahmt. Auf der teils überwucherten Platte steht:
Georg Danz
1850+1892
Dahinter war auf einem Naturstein eine metallische Platte mit Schrauben befestigt. Sie hatte eine Höhe von ca. 30 cm und eine Breite von ca. 25 cm. Zuletzt wurde sie nur noch von einer Schraube unten gehalten, während sie oben lose auf dem Stein auflag. Im September 1997 wurde die Platte samt Schraube entwendet. Die Aufschrift auf der Grabplatte lautete:
Hier ruht
unsere liebe Mutter Christiane Danz geb. Stracke geb. 31. Dez. 1851 gest. 18. Juni 1916 -.- Die Liebe höret nimmer auf.
Georg Danz war Gendarm, Christiane Danz war seine Frau.
Grabstätte Danz. Die früher auf dem Stein befestigte Metallplatte wurde gestohlen. Texte und Bilder dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Ihre Kopie, Vervielfältigung
und Verbreitung bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors Thomas Seibel (Bad Wildungen). © Wildunger-Land.de 2006-2008
|